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Donnerstag, 20. Mai 2010
145.000 € „Erfolgsprämie“ für Gabmann?

Kürzlich sagt auf einer Tankstelle ein LKW-Chaufeur zu mir: „Stellen Sie sich vor, ich würde jetzt den 150.000 € teuren LKW meines Chefs nehmen und damit mutwillig gegen die nächste Wand fahren. Würde ich dafür, so wie Gabmann, eine Belohnung bekommen, oder würde mich der Chef in hohem Bogen rauswerfen und mich den Schaden bezahlen lassen?“.

„Eher Zweiteres!“, habe ich geantwortet und damit ein zustimmendes „Na eben!“ zurückerhalten.

Vollends beruhigt war der LKW-Fahrer, als ich ihm gesagt habe, dass uns von den Freiheitlichen das ebenso stört und wir in der Landtagssitzung dagegen vorgehen werden. Den Antrag dazu haben wir ja bereits vor fast zwei Wochen eingebracht, Sinn und Zweck war es, den Herrn Landeshauptmann beim Wort zu nehmen. Die ÖVP, von uns dermaßen an die Wand gedrückt hat diesen Antrag nun abgeändert und in einer „Light-Version“ eingebracht, wir werden sehen, was dabei herauskommt. Eines ist allerdings jetzt schon klar. Wenn sich herausstellt, dass LH Pröll nur populistisch gehandelt hat und die Bonuszahlungen am Flughafen fixer Vertragsbestandteil sind und man sie gar nicht aussetzen kann, hat Pröll mit einem üblen Trick gespielt. Der Wahrheitsbeweis folgt auf den Fuß! 

Mittwoch, 12. Mai 2010
„Hat Sobotka in Griechenland gelernt?“

Diese Frage hat mir kürzlich beim Heurigen ein Bekannter gestellt. Auf meine Frage, wie er darauf komme, hat er mir seine Gründe dafür erklärt und die klangen, so leid es mir tut, plausibel. Auch bei der Veranlagung der NÖ Wohnbaugelder kann man einige Parallelen zu den Ereignissen in Griechenland ziehen. Hierzulande ist es ebenfalls so, dass man immer beteuert hat, die Finanzen im Griff zu haben.

 

Tatsächlich hat auch Sobotka seine Statistiken immer unter Verschluss gehalten und dem Landtag selten die Wahrheit über seine Spekulationen gesagt. Der Zusammenbruch der Veranlagung im Jahr 2008 wurde lange Zeit vertuscht und auch die Frage in welche Produkte angelegt wurde, blieb stets unbeantwortet. Erst als, wie in Griechenland, der totale Zusammenbruch eingetreten ist, hat man kleinlaut Farbe bekannt und viel zu spät reagiert.

Vertuschen, Verschweigen, Mauern und darauf warten, bis einem die Decke auf den Kopf fällt. Das gibt’s leider nicht nur in Griechenland, sondern auch bei uns.

Mittwoch, 05. Mai 2010
Der Gabmann-Virus

Wenn man lange genug in der NÖ Politik tätig ist, verbindet man mit dem Namen Gabmann vor allem eines: Brutalität, Vertuschung, Selbstüberschätzung, windige Wirtschaftsförderungen und vor allem Eitelkeit. Kaum jemand aus der VP-Niederösterreich, außer vielleicht Wolfgang Sobotka hat soviel verbrannte Erde in diesem Bundesland hinterlassen wie er. Steuergeld hatte für ihn stets genauso wenig wert wie Einzelschicksale von Menschen, die auf ihn vertraut haben. Seine Befindlichkeiten hatten immer Vorrang, seine Wutanfälle sind beispiellos. Ausgerechnet diesen Mann installierte LH Pröll letztes Jahr am Flughafen. Diese Postenbesetzung war Öl im Skylink-Feuer, da Gabmann schnell jeglichen Bezug zur Realität verloren hat. Wie mir Mitarbeiter aus dem Flughafen berichten, war die erste Aktion des Finanzvorstandes die Neueinrichtung seines Büros mit einer 35.000 € Couch, die ihm schlussendlich eh nicht gefiel. Seither ist sie im Keller eingelagert. Aber nicht nur beim Umbau trieb es Gabmann an die Spitze: Er übernahm seine neue Aufgabe mit einem mitgebrachten Mitarbeiterstab von 7 Personen, über die Kosten dafür gibt es keine Imformationen. Gleichzeitig entmachtete er alle Manager in seinem Einflussbereich, um einträgliche Projekte selbst vergeben zu können. „Seither gibt es am Flughafen nurmehr Gabmann Freunde, die oft ganz ohne Ausschreibung zum Zug kommen!“, so ein Manager. Es ist vollkommen offensichtlich, dass im Zusammenhang mit Skylink viele unsaubere Geschäfte passiert sind. Seit Gabmann am Werk ist, wurden die undurchsichtigen Geschäfte aber perfektioniert. Es liegt daher ganz eindeutig auf der Hand, dass Landesfürst Erwin seinem Oberabzocker Gabmann nicht mehr weiter die Stange halten will. In Zeiten wie diesen, lässt sich das zügellose Prassen mit Steuergeld überhaupt nicht argumentieren. Genau deshalb hat Aufsichtsratschef Herbst auch den Auftrag, den unliebsam gewordenen Bonzen zu liquidieren.