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| Monat: | 2 | 9 |
Es gibt einige wenige Situationen im Leben eines Menschen, die wirklich berührend sind und die man sich vielleicht auch ersparen möchte. Ich habe erst vor Kurzem wieder einmal so eine Erfahrung machen müssen.
Ein junger Mann, der mit äußerst guten Noten den polytechnischen Lehrgang abgeschlossen hat, bat mich verzweifelt um Unterstützung. Bereits seit Anfang dieses Jahres hat er damit begonnen sich für eine Lehrstelle zu bewerben, mittlerweile hat er 120 Briefe und Mails verschickt. Zurückbekommen hat er gerade einmal 30 Antworten, negative natürlich. Für die Verbleibenden 90 Firmen ist Walter H. nicht einmal eine Antwort wert.
Offenbar auch der Politik nicht. Warum sonst hat Sobotka in seinem Skandalbudget genau jene Wirtschaftsförderungen gestrichen, die den KMUs gegolten haben und als Anreiz für die Ausbildung eines Lehrlings gegolten haben? Wenn heute die Rede von 800 Jugendlichen ist, die eine Lehrstelle suchen, so ist das schlimm genug und trotzdem nur die halbe Wahrheit. Gut noch einmal so viele junge Menschen befinden sich ab September in Schulen, die sie ursprünglich gar nicht machen wollten, oder in Programmen des AMS.
Ihnen geht es so wie Walter H. Sie können die letzten Ferien ihres Lebens nicht gemeinsam mit ihren Kollegen genießen. Weil sie keine Perspektive haben.
Es ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn der Sonderklasse, unser Kapital für die Zukunft, die Jugend so links liegen zu lassen. Sobotka und Co sollten sich schämen!